Jack Städler - eigentlich wollte ich nur aushelfen ...

Unser musikalischer Leiter Jack Städler erzählt im VN-Interview über den Werdegang der Swingwerk Big Band.

 

Der Grundstein der SwingWerk Big Band wurde 1994 gelegt, als sich einige BORG-Schüler für den Maturaball zur Band formierten. Wie viele Schüler waren das damals?

Es handelte sich damals um ein Schüler/Lehrer-Projekt, um Big Band und Unterhaltungsmusik zu spielen. Die komplette Besetzung konnte damals nicht ausschließlich mit Schülern belegt werden, somit halfen auch externe Leute aus.

Wie viele Musiker umfasst die Swingwerk Big Band heute?

Wir spielen in der klassischen Big-Band-Standard-Besetzung. Dies sind fünf Saxophone, vier Posaunen, vier Trompeten, ein Klavier, eine Gitarre, ein Bass und ein Schlagzeug… was dann ca. 17 Musiker ergeben sollte.

Sie sind seit zehn Jahren dabei, wie kam das?

Ich bin als Substitute Saxophonist für Claus Peter eingesprungen, da er infolge familiärer Expansion etwas kürzertreten wollte/musste. Irgendwann wurde meine Aushilfszeit dann zur Gewohnheit und ich spielte fix mit. Claus Peter hilft uns heute auch ab und zu im Saxophonsatz aus, wenn eine Position für ein Konzert vakant ist. Somit gleicht sich das ja wieder aus.

Seit sechs Jahren sind sie nun musikalischer Leiter der Big Band. Bitte ein paar Worte dazu.

Auch das war eine vorübergehende Aufgabe…   Aufgrund eines Bandleader-Wechsels stand die SwingWerk Big Band 2014 plötzlich ohne Leader da. Ein an dieser Funktion interessierter Musiker war wohl vorhanden, aber noch mitten in der Ausbildung und wollte deshalb frühestens in einem Jahr die Leitung übernehmen. Ich habe mich damals bereit erklärt, dieses Jahr zu überbrücken. Mittlerweile dauert die gemeinsame Reise schon sechs Jahre an und ich überbrücke immer noch.

Die Swingwerk Big Band konzertiert oft gemeinsam mit Gastmusikern – wie derzeit Wolfgang Verocai oder demnächst Harry Weber bzw. Giuliano de Stefano – nach welchen Kriterien treffen Sie hier die Auswahl?

Die SwingWerk Big Band konzertierte schon früher mit verschiedenen Special-Guests wie George Nussbaumer, Reinhold Bilgeri, Martin Hartmann oder Chris Mayer. Dieses Konzept war für die SwingWerk immer passend und wurde beibehalten. Für mich steht immer die Musik und eine gewisse Einzigartigkeit im Fokus. Wie kam es dazu: Als 2016 der 100. Geburtstag von Frank Sinatra publiziert wurde, spielte jede Big Band beidseits des Rhein nur noch Frank-Sinatra-Nummern. Ich selber bin bei drei Big Bands als Aushilfe engagiert worden und musste mit Schrecken feststellen, dass alle das Gleiche spielten. Wenn Sie dann als Aushilfe zum 25. Mal „My Way“ spielen, sinkt die Freude an der Musik rapide. Für die SwingWerk Big Band habe ich mich dann thematisch nicht für den 100. Geburtstag von Frank Sinatra, sondern für den 70. Geburtstag von Freddie Mercury (Queen) entschieden. Zudem sollte die Musik nicht einfach eine Kopie sein – Nein, es sollte etwas sein, das noch nicht da gewesen ist. Wir spielten deshalb „The Show Must Go On“ als Latin-Nummer, “ Love Of My Life“ als Walzer und „Bohemian Rhapsody“ als Uptime-Swing. Was zur Folge hatte, dass unser Slogan „SwingWerk – gewohnt ungewohnt“ entstand. Zuerst mache ich mir Gedanken, was für Songs oder welche Interpreten für uns spannend sind. Dann wird ein passender Sänger oder eine Sängerin gesucht, und wenn das Musikalische und Zwischenmenschliche stimmt, wird das Projekt fixiert. Wolfgang Holzer unterstützt dabei ungemein, da er als Vorarlberger sehr viele Leute kennt und einen etwas leichteren Zugang hat als ein „Schweizer“.

Die SwingWerk Big Band widmet sich verschiedenen Themen – demnächst steht der verstorbene Roger Cicero im Konzertschwerpunkt. Bitte ein paar Worte dazu.

Super Musik, eine sagenhafte Stimme, ein Hut sowie Texte gespickt mit Wortwitz und Alltagssituationen… das ist Roger Cicero. Er ist leider viel, viel, viel zu früh verstorben und hinterlässt eine große Lücke. Dieses Jahr wäre er 50 geworden und somit ist für mich klar, dass wir dies feiern müssen. Mit Giuliano De Stefano haben wir einen Vollblut-Entertainer erwischt, der nicht nur mit dem Hut übereinstimmt. Seine Teilnahme bei „The Voice Of Germany“ rührte nicht nur Yvonne Catterfeld als Jurorin. Als dann noch bekannt wurde, dass er in Mäder wohnt, war eigentlich klar – wir müssen zusammen dieses Projekt starten.

Was steht heuer außerdem noch auf dem Plan?

Dieses Jahr sind wir sehr aktiv unterwegs. Normalerweise spielen wir ein Jahresprogramm mit dem jeweiligen Special-Guest. Nun sind wir aber in der komfortablen Situation, dass die vergangenen Programme von Veranstaltern immer noch gebucht werden. Und daher touren wir 2020 mit vier verschiedenen Konzert-Programmen. Es sind dies „A Tribute To Phil Collins“ mit Harry Weber, „Weltmusik im Lustenauer Dialekt“ mit Wolfgang Verocai, „Sounds Of A Woman“ mit Nadine May und das neue 2020er-Programm „A Tribute To Roger Cicero“ mit Giuliano De Stefano. Wir decken mit diesen verschiedenen Programmen die ganze Bandbreite ab… da ist für jeden etwas Passendes dabei. Dass unsere Programme so großen Anklang finden, ehrt uns natürlich und zeigt, dass die SwingWerk Big Band aus Top Musikern besteht, die den Switch zwischen den einzelnen Programmen problemlos vollziehen können. Ein großer Dank meinerseits an die SwingWerk-Jungs.


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